Führungsposition vs Familie – wie würdest du dich entscheiden?

In diesem Artikel wird die Frau in der Führungsposition gut durchleuchtet.

Weshalb fällt  „die Kind oder Karriere Entscheidung“ leichter als die „und“ Entscheidung?

Diese Sichtweise darf  auf den Grund gegangen werden. Deshalb durchleuchte ich den Hintergrund zu dieser Frage in meinem Buch „Frauen in Führung.

Ist die Entscheidung Kind oder Karriere noch zeitgemäß?   Es ist Zeit für ein „und“! Frauen sollte diese Entscheidung leichter fällen können.

Die KfW, Bank aus Verantwortung veröffentlicht in ihrem KfW Research folgendes:

Frauen in Führungspositionen

Beim Thema Frauen in Führung hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher.

Im mittleren Management wie auf Spitzenpositionen, in mittelständischen Unternehmen wie in großen Konzernen – Frauen sind hier zu Lande in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Die
Ursachen sind dabei vielfältig und komplex.

Die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf spiegelt sich darin ebenso wider
wie gesellschaftliche Rollenbilder oder die Unternehmenskultur. Dabei gäbe es gerade für Deutschland ausreichend Gründe das Potenzial von Frauen in Führung stärker auszuschöpfen:

Die generell schrumpfende Erwerbsbevölkerung und drohende Fachkräfteengpässe setzen Anreize.
Nachhaltige Veränderungen lassen sich in jedem Fall nur durch gemeinsame Anstrengungen von Politik, Gesellschaft und Unternehmen erreichen. 
Starke regionale Unterschiede bei Frauen in Führungspositionen.

In Deutschland werden rund 28 % der Jobs im mittleren und höheren Management von Frauen besetzt. In den skandinavischen, baltischen und osteuropäischen Ländern liegt der Anteil der weiblichen Führungskräfte teilweise bei über 40 %. Europäische Schlusslichter sind Italien mit 22 und Luxemburg mit 16 %.
Auch außerhalb Europas gibt es starke Unterschiede beim Thema Frauen in Führung. Hervorzuheben sind hier insbesondere die USA. Hier sind vier von zehn Managern weiblich – und das trotz vergleichsweise schlechter Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Der Frauenanteil ist tendenziell umso geringer, je höher die
Führungsposition und je größer das Unternehmen.
Talfahrt beim Chefinnenanteil im Mittelstand beendet
Der Anteil von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit einer Frau an der Spitze liegt aktuell bei 16,1 %. Seit dem Höchststand des Jahres 2013 nahm der Anteil frauengeführter KMU um etwas über 3 Prozentpunkte ab. Die Anzahl frauengeführter Unternehmen im Mittelstand
liegt aktuell bei rund 613.000.

Frauen nutzen bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit häufiger bestehende Unternehmensstrukturen. Ein Drittel hat das Unternehmen übernommen, bei den Männern sind es 23 %. In der Branchensicht dominieren Dienstleistungen: 85 % der weiblichen Inhaber führen ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen (Männer: 76 %).

Unterschiede bei den Ausbildungswegen
Die Akademisierung der weiblichen Inhaber nimmt zu: Fast die Hälfte der Frauen unter den Inhabern mittelständischer Unternehmen verfügt aktuell über einen tertiären Bildungsabschluss (49 %). Bei den Männern sind es ebenfalls 49 % im Jahr 2018. Dabei ist der Anteil der Chefinnen mit einem Hochschulabschluss in den letzten vier Jahren relativ stark gestiegen.
Über einen Meister- bzw. Technikerabschluss verfügen männliche Inhaber weitaus häufiger als Frauen. Der Unterschied ist in den vergangenen vier Jahren nochmals angewachsen. Im Jahr 2018 haben nur noch 11 % der Inhaberinnen einen solchen Abschluss, im
Gegensatz zu 22 % bei den Männern.

Weniger Frauen als Existenzgründer

Vor allem die für Frauen sehr guten Arbeitsmarktaussichten führen häufiger zur Entscheidung gegen eine unternehmerische Selbstständigkeit. Die niedrige Gründungstätigkeit von Frauen bremst dann auch den Frauenanteil in den Chefetagen mittelständischer Unternehmen aus.

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat seit der Jahrtausende stark zugenommen: Zwischen 2000–2017 ist die Erwerbstätigenquote von 61 auf 75 % gestiegen. Die Lücke in der Erwerbstätigenquote zwischen Männern und Frauen hat sich seit der Jahrtausendwende halbiert

Unternehmerinnen haben mehr weibliche Beschäftigte
Die Geschlechterstruktur in den Führungspositionen spiegelt sich auch in der Belegschaft wider: So ist der Frauenanteil an den Beschäftigten umso höher, je kleiner das Unternehmen ist. In Kleinstunternehmen sind fast 60 % der Beschäftigten weiblich, in großen mittelständischen Unternehmen dagegen nur rund 40 %, in DAX-Konzernen sogar weniger als 36 %. Besonders hoch ist der Frauenanteil an den Beschäftigten im wissensintensiven Dienstleistungssektor.
Unabhängig von Branche oder Größe haben Unternehmerinnen mehr weibliche Beschäftigte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Chefinnen sich häufiger für familienfreundliche Arbeitsbedingungen einsetzen als ihre männlichen Kollegen.

Quelle:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/KfW-Research/index.jsp